Projekt "Familie in der Hochschule"
Dieses Programm hat es sich zum Ziel gesetzt, deutsche Hochschulen familienfreundlicher zu gestalten. Zu diesem Zweck arbeiten 12 Hochschulen seit Ende 2010 gemeinsam an der Umsetzung von Konzepten und Strukturen, die Studierende und Beschäftigte darin unterstützen, Familie und Studium bzw. Beruf besser zu vereinbaren. Der Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit liegt dabei auf der Vernetzung der Hochschulen untereinander, der regionalen Vernetzung mit Unternehmen sowie auf dem Transfer der Projektergebnisse, um diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
„Familie in der Hochschule" ist ein Programm des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer und der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Hochschulentwicklung CHE, bei dem die Geschäftsstelle Familie in der Hochschule angesiedelt ist.
Die Universität Konstanz setzt sich als familienfreundliche Arbeitgeberin für eine größtmögliche Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familienaufgaben ein. Eine zentrale Zielgruppe sind dabei die Führungskräfte (z.B. Professorinnen und Professoren, Arbeitsgruppenleiterinnen und –leiter, Dekaninnen und Dekane, Prorektorinnen und –rektoren), die als Vorbilder und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren agieren und deshalb besondere Aufmerksamkeit erhalten. Deshalb möchte die Universität Konstanz Module für ein Führungskräftetraining zur Familienorientierung entwickeln, die die Besonderheiten des universitären Umfelds aufgreifen und zwei Rollenanforderungen abdecken:
- Die Vereinbarkeit der eigenen Führungsrolle mit Familienaufgaben (Beispiele sind Klärung der eigenen Rolle und Vorbildwirkung, Umgang mit Anforderungen in der eigenen Qualifikationsphase und Stärkung der eigenen Position als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler)
- Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit der Mitarbeitenden mit deren Familienaufgaben (Beispiele sind Personalauswahl und –bewerbung, Wahrnehmungs- und Verzerrungseffekte, Potenziale und Bedürfnisse von Mitarbeitenden erkennen und nutzen, Nachwuchsförderung, sowie familienfreundliche Arbeitsgestaltung und Gender Bias und Integration von Gleichstellungsaspekten.
Die Module werden derzeit erarbeitet und sollen bis Mitte 2012 in Trainings und Coachings eingesetzt werden.
Kontakt: Tanja Weisz (tanja.weisz at uni-konstanz.de)
Podiumsdiskussion bei der Fachtagung "Mit Familie in die Zukunft" des Best Practice Clubs am 20. Oktober 2011 in Berlin. Unter der Moderation von Prof. Dr. Frank Ziegele (Geschäftsführer CHE Centrum für Hochschulentwicklung) diskutierten v.l. Marion Woelki (Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen und Leiterin Referat für Gleichstellung und Familienförderung, Universität Konstanz), Eva Reichwein (Deutsche Forschungsgemeinschaft), Christopher Möllmann (Universität Konstanz), Dr. Inken Lind (Center of Excellence Women and Science) und Brigitte Göbbels-Dreyling (Hochschulrektorenkonferenz) zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere.








